Deine Antworten sind schon geschrieben, wenn du das Postfach öffnest.

Der halbe Vormittag geht für Mails drauf. Die meisten sind Fragen, die du schon hundertmal beantwortet hast, nur anders formuliert. Nach dem Urlaub sind es 400, und du beginnst mit den neuesten.
Mails lesen, einordnen, beantworten. Vor Mittag kommst du zu nichts anderem.
Du beginnst mit den neuesten und arbeitest dich rückwärts. Was ganz unten liegt, beantwortet niemand mehr.
Du hast nicht zu viele Mails. Du hast zu viele Mails, die dieselbe Antwort brauchen — nur mit anderem Namen und anderem Detail. Das ist kein Zeitmanagement-Problem, sondern eine Vorlage, die nie geschrieben wurde.
Eingehende Mails werden gelesen, mit dem passenden Kundenkontext angereichert und als fertiger Entwurf in deinem Postfach abgelegt. In deiner Tonalität, nach ein paar Korrekturrunden auch in deiner Handschrift. Dein Postfach bleibt, wo es ist.
Du öffnest das Postfach und die Antworten stehen schon da. Gleichbleibende Qualität, auch wenn es hektisch ist. Und nichts verlässt das Haus ohne dich — versendet wird nie automatisch.
Verschickt das automatisch Mails? Nein. Niemals. Es entstehen Entwürfe, abgeschickt wird von dir.
Woher weiß es, was der Kunde braucht? Aus dem, was ihr über ihn wisst. Je besser dein Kundenkontext, desto besser der Entwurf.
Klingt das dann nach mir? Nach ein paar Korrekturrunden ja. Deine Tonalität ist Teil der Einrichtung.
Liest da jemand meine Mails mit? Nein.
Muss ich mein Postfach wechseln? Nein, es bleibt genau da, wo es ist.
Schreib mir, welche Art von Anfragen bei dir am häufigsten hereinkommt. Ich sage dir, welcher Anteil sich vorschreiben lässt. Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden persönlich.
